Aufsteigender Morgennebel? Oder beschlagene Scheiben? - Ich muss zugeben, dass ich mich nach einer Gedenkminute auf die andere Seite gedreht und weitergeschlafen habe *gg*
Auf den Röhrwiesen bei Reigern direkt am Flusse sieht man in der Frühe, wenn die Nebel ziehen, manchmal ein bleiches Mädchen Wäsche waschen und mit dem Klopfspan das Leinen schlagen. Es ist Anna von Reigern. Vor vielen Jahren kam ihr Bräutigam, Gobelin von Herdringen, am Abend zu ihr herein, um vor einem Kriegzuge Abschied von ihr zu nehmen. Sie waren allein in dem alten Herrenhause und so fanden sie zueinander. Der Krieg dauerte lange und schließlich konnte Anna ihren Zustand kaum noch verbergen. Gobelin kehrte zwar aus dem Kampfe zurück, aber es war für Anna zu spät. Sie war aus Verzweiflung und Furcht vor der Schande ins Wasser gegangen und hatte ihren Freitod als Unfall zu tarnen gewußt. Und nun sitzt sie manchmal am Fluss und wäscht das Leinen und sucht ihren Seelenfrieden.
Das ist aber eine traurige Geschichte. Erster Gedanke: so würde sie sich heute wohl nicht mehr abspielen. Wenn ich aber länger darüber nachdenke, so meine ich, dies aber letztlich auch nur deshalb, weil es allerhand Verhütungsmöglichkeiten gibt. Ansonsten gelten Kinder letztendlich eigentlich nach wie vor als eine Schande (vor allem: viele davon zu haben) oder als ein ärgerlicher Kostenfaktor. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Das ist aber eine traurige Geschichte. Erster Gedanke: so würde sie sich heute wohl nicht mehr abspielen. Wenn ich aber länger darüber nachdenke, so meine ich, dies aber letztlich auch nur deshalb, weil es allerhand Verhütungsmöglichkeiten gibt. Ansonsten gelten Kinder letztendlich eigentlich nach wie vor als eine Schande (vor allem: viele davon zu haben) oder als ein ärgerlicher Kostenfaktor. Ausnahmen bestätigen die Regel.