LIEBE - SCHNAPS - TOD
i.m. CARL-MICHAEL BELLMAN (+ 11.02.1795)
so trolln wir uns
ganz fromm und sacht
von weingelag und freudenschmaus
wenn uns der tod ruft - gute nacht
dein stundenglas rinnt aus
wer heut noch frech den schnabel wetzt
und glaubt ein großer herr zu sein
paß auf - der schreiner hobelt jetzt
schon grad an deinem schrein
scheint das grab dir tief und dumpf
sein druck - alavott - so nimm noch einen schluck
und noch einen hinterher
und rasch noch zwei - dreie mehr
dann stirbt sichs nicht so schwer
der nach des andren liebster schielt
und doch sich fühlt als nobelmann
paß auf - dem spielmann - der dir spielt
springst du ins grab voran
und du - der toll vor eifersucht
zerschmiß einst jedes glas im saal
wenn dich der tod im bett besucht
hoch lebe dein rival
scheint das grab dir tief und dumpf sein druck
alavott - so nimm noch einen schluck
und noch einen rasch dabei
und rasch noch zwei und noch drei
dann stirbst du sorgenfrei
was hilfts - wenn du vor wut auch spuckst
der tod ist keiner münze feil
von jedem schlückchen das du schluckst
schluckt schon der wurm sein teil
ob niedres pack - ob hohe herrn
am ende sind wir brüder doch
dann leuchtet uns der abendstern ins gleiche finstre loch
scheint das grab dir tief und dumpf sein druck
alavott - so nimm noch einen schluck
und noch einen hinterher und rasch noch zwei - dreie mehr
dann stirbst du nicht so schwer
(dt.text: zuckmayer)
so trolln wir uns
ganz fromm und sacht
von weingelag und freudenschmaus
wenn uns der tod ruft - gute nacht
dein stundenglas rinnt aus
wer heut noch frech den schnabel wetzt
und glaubt ein großer herr zu sein
paß auf - der schreiner hobelt jetzt
schon grad an deinem schrein
scheint das grab dir tief und dumpf
sein druck - alavott - so nimm noch einen schluck
und noch einen hinterher
und rasch noch zwei - dreie mehr
dann stirbt sichs nicht so schwer
der nach des andren liebster schielt
und doch sich fühlt als nobelmann
paß auf - dem spielmann - der dir spielt
springst du ins grab voran
und du - der toll vor eifersucht
zerschmiß einst jedes glas im saal
wenn dich der tod im bett besucht
hoch lebe dein rival
scheint das grab dir tief und dumpf sein druck
alavott - so nimm noch einen schluck
und noch einen rasch dabei
und rasch noch zwei und noch drei
dann stirbst du sorgenfrei
was hilfts - wenn du vor wut auch spuckst
der tod ist keiner münze feil
von jedem schlückchen das du schluckst
schluckt schon der wurm sein teil
ob niedres pack - ob hohe herrn
am ende sind wir brüder doch
dann leuchtet uns der abendstern ins gleiche finstre loch
scheint das grab dir tief und dumpf sein druck
alavott - so nimm noch einen schluck
und noch einen hinterher und rasch noch zwei - dreie mehr
dann stirbst du nicht so schwer
(dt.text: zuckmayer)
plog - Fr, 11. Feb, 21:23
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