Brauchtümlich (5)

das müde trio, das eben, kurz nach 12 - durch die straße schlurfte, hat die morgendliche tour gleich ausgelassen. ist wohl etwas zu früh, halb sieben... für uns waren gerade die morgendämmernden stunden in den menschenleeren straßen das aufregendste. wenn man aus der haustür trat, war die welt ein vogelgezwitscher. das wird heute auch noch so sein, nur krieg ichs nicht mehr mit, weil die vögelchen noch schlafen, wenn ich zum auto wanke. und über die gottverdammte sommerzeit gackern die sicher auch wie hühner!
wegen der brauchtumspflege noch eine anmerkung zu meiner entlastung: bin ansonsten (außer noch durch diese) durch keine derartigen aktivitäten auffällig geworden. nicht messdiener, nicht sternsinger, nicht pfadfinder, nicht jungschütze, nicht junge union und kein 'asylanten-klatschen'.
... dann gibt es da draußen leute, die wo machen sich am vorabend eines feiertags über die A44/B1 auf zu einem auf-den-letzten-drücker einkaufsbummel und wundern sich über die verkehrsdichte...
sicher aber nicht zu vergleichen, mit jenem nachmittag/abend des 2. oktober '97, als ich mich - völlig übermüdet - auf dem weg über die A7 aus der bayrischen landeshauptstadt in richtung heimat befand. hatte wohl den verschobenen nationalfeiertag verdrängt oder noch nicht verinnerlicht. ein endloser, hartflüssiger, verregneter, blendender horrortrip - zumal, wenn sich aufm beifahrersitz eine von schüttelndem frost und anderen leiden heimgesuchte vermeintlich sterbende windet.
plog - Fr, 14. Apr, 08:51